Alternativen zur Gewalt

Der Einsatz für den Verzicht auf Gewalt zählt zu den ureigensten Anliegen der Quäker. Denn Gewalt provoziert in den meisten Fällen Gegengewalt – und so entsteht schnell ein Teufelskreis, dem die Beteiligten nur schwer wieder entkommen können. Das gilt gleichermaßen für die Beziehungen zwischen Menschen, für gesellschaftliche Gruppen und für das Verhältnis zwischen Staaten. Doch es gibt Wege und Mittel, die Gewaltspirale dauerhaft zu unterbrechen. Wege, wie sie etwa vom „Alternatives to Violence-Program“ (AVP) aufgezeigt werden, das in den 1970er-Jahren von Quäkern in den USA entwickelt wurde und heute weltweit zur Anwendung kommt.

Zum Beispiel im Südsudan, dem jüngsten Staat der Welt, der kurz nach seiner Gründung 2011 in einen blutigen Bürgerkrieg abrutschte und als „failed state“, als gescheiterter Staat gilt. Viele Menschen sind Opfer von Gewalt geworden, andere wurden zu Tätern, wieder andere mussten fliehen, haben das eigene Zuhause aufgeben oder ihre Familie verloren. Das Projekt „Alternativen zur Gewalt“ hilft Menschen dabei, zu einem friedlichen Umgang miteinander zurück zu finden und Probleme mit Worten statt Gewalt zu lösen. Junge Menschen erfahren, wie sie ihrem bisher von Grausamkeiten geprägten Leben eine Wende geben können.

Speziell ausgebildete Trainer und Trainerinnen schulen Kursteilnehmer in den Bereichen Kommunikation, Selbstachtung, Kooperation und Konfliktlösung. Dabei wird viel Wert auf praktische Erfahrungen gelegt. In der Gruppe werden persönliche Erfahrungen mit Konflikten und Gewalt geteilt. In interaktiven Übungen wird dann ein konstruktiverer Umgang mit schwierigen Situationen erlernt.

 

Weitere Informationen:

 

Mehr zur Friedensarbeit der Quäker

 

Projekt Alternativen zu Gewalt

 

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