Die Quäker-Hilfe Stiftung in den Medien

Verleihung des ersten Friedenspreises der Quäker-Hilfe Stiftung

 

Am 5. Dezember 2017 wurde der Friedensaktivist und Menschenrechtsverteidiger Peter Steudtner mit dem Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung ausgezeichnet. Die Preisverleihung in der Berliner Gethsemanekirche rief ein breites Medienecho hervor. Hier finden Sie den Bericht in der „Tagessschau“ der ARD.

 

Links zu weiteren Medienberichten finden Sie hier

 

 

QHS-Geschäftsführerin Manuela Kikillus auf Bayern 2

 

Das Bayern 2-Format „Theo.Logik. Über Gott und die Welt“ wendet sich nach laut Bayerischem Rundfunks „an alle neugierigen und nachdenklichen Hörerinnen und Hörer“, unter anderem werden dort auch Themen wie der von der Bundesregierung geplante „Marshall-Plan für Afrika“ behandelt. In der Ausgabe vom 7. August 2017 war die Geschäftsführerin der Quäker-Hilfe Stiftung, Manuela Kikillus zu Gast.

Hier können Sie den entsprechenden Ausschnitt nachhören:


 

Die komplette Sendung können Sie hier nachhören:
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-theologik.shtml

 

Pressemitteilungen der Quäker-Hilfe Stiftung

Menschenrechtler Peter Steudtner ausgezeichnet mit Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung

 

Berlin, 5.12.2017 – Der kürzlich aus der Haft in der Türkei entlassene Menschenrechtsverteidiger Peter Steudtner hat den ersten Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung erhalten. Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse verlieh seinem großen Respekt für Steudtners „zivilen Widerstand und Mut“ Ausdruck. „Peter Steudtners Lebensmotiv ist Engagement und Einsatz für andere, er ist ein Held, ohne ein Held sein zu wollen“, so Thierse.

 

Die Verhaftung Steudtners markiere einen „historischen Bruch für die deutsche Türkeipolitik“, so Thierse. „Peter Steudtner ist zu Unrecht inhaftiert worden. Er erhält darum zu Recht einen Preis“, sagte der ehemalige Bundestagspräsident in seiner Laudatio. Der Berliner Aktivist sei zu einer Person der Zeitgeschichte geworden, der die Weitergabe von Wissen und politischer Intelligenz zu seiner Berufung gemacht habe, so Thierse weiter. 

 

Steudtner verlieh in seiner emotionalen Rede der Hoffnung Ausdruck, dass durch die „Scheinwerfer“, die auf ihn gerichtet seien, auch auf die zahllosen anderen, unbekannten Verteidiger von Frieden und Menschenrechten stärker ins öffentliche Bewusstsein rückten. „Ich würde den vielen noch zu Unrecht Inhaftierten am liebsten zurufen, was Deniz Yücel mir zugerufen hat: Bald habt ihr es geschafft. Das kann ich leider nicht. Aber ich kann euch und euren Familien zurufen: Ihr schafft das“, so Steudtner. Die Räume für die Verteidigung von Menschenrechten seien in vielen Ländern der Welt kleiner geworden, er betrachte den Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung als Ermutigung, diese Räume zurückzuholen, so Steudtner weiter. 

 

Die Preisverleihung fand am heutigen Dienstag in der Berliner Gethsemanekirche statt, in der bis heute regelmäßige Andachten für die zu Unrecht in der Türkei inhaftierten Aktivisten und Journalisten stattfinden.    

 

Die Quäker-Hilfe Stiftung ruft den Friedenspreis anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Hilfsarbeit der Quäker in Deutschland ins Leben. Er soll Personen und Initiativen auszeichnen, die sich in besonderer Weise um ein friedliches und gerechtes Zusammenleben der Menschen auf globaler wie auf lokaler Ebene verdient gemacht haben.

 

Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert, eine Crowdfunding-Kampagne im Netz soll die Summe auf 3000 Euro erhöhen.

 

Weitere Informationen:
Unsere Pressemitteilung als PDF

 

(Bilder: Gregor Zielke, panphotos.org)

 
 
 

Menschenrechtler Peter Steudtner erhält Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung

 

Berlin, 23.11.2017 – Der kürzlich aus der Haft in der Türkei entlassene Peter Steudtner erhält den Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung. „Wir wollen das mutige und langjährige Engagement Steudtners in der Friedens- und Menschenrechtsarbeit würdigen. Sein Einsatz für gewaltfreie Beilegung von Konflikten, für Frieden und Gerechtigkeit ist beispielhaft. Wir ehren jemanden, der für Menschenrechte ebenso Flagge zeigt wie für Presse- und Redefreiheit“, sagte die Geschäftsführerin der Quäker-Hilfe Stiftung, Manuela Kikillus.

 

Die Quäker-Hilfe Stiftung ruft den Friedenspreis anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Hilfsarbeit der Quäker in Deutschland ins Leben. Er soll Personen und Initiativen auszeichnen, die sich in besonderer Weise um ein friedliches und gerechtes Zusammenleben der Menschen auf globaler wie auf lokaler Ebene verdient gemacht haben. Peter Steudtner setzt sich seit Jahren für Gewaltprävention und Friedensförderung und damit für eine humanere und gerechtere Welt ein, in der Menschenrechte vollständig geachtet werden und Krieg, Gewalt und Unterdrückung in jeglicher Form geächtet sind. Er hat sich unter anderem bei „gewaltfrei handeln“, der KURVE Wustrow und dem INKOTA-Netzwerk engagiert. Im Sommer folgte er einer Einladung türkischer Menschenrechtsorganisationen zu einem Workshop. Am 5. Juli wurde er in Istanbul verhaftet und saß bis zum 26. Oktober in der Strafvollzugsanstalt Silivri in der Nähe von Istanbul gemeinsam mit neun anderen Menschenrechtsverteidiger*innen unter dem Vorwurf der Terrorunterstützung in Haft.

 

„Peter Steudtner steht für Zivilcourage und Mut. Er zeigt, wie friedvolles und gewaltfreies Handeln in der Zivilgesellschaft dem bedrohlichen Erstarken autoritären Denkens und Handelns entgegengesetzt werden können“, so Kikillus. In einer Zeit, in der Konfrontation und Abschottung immer öfter an die Stelle von Kooperation und Dialog zu treten scheinen, wolle man mit dem Friedenspreis der Quäker-Hilfe Stiftung ein deutliches Signal für Gerechtigkeit und Versöhnung setzen, sagte Kikillus weiter. Ausgleich und Verständigung auf nationaler und internationaler Ebene seien in einer globalisierten Welt Voraussetzung für dauerhaften Frieden.

 

Die Quäker wurden in Deutschland vor allem mit ihren Hilfsprogrammen nach den Weltkriegen und für ihre konsequente Haltung bekannt, mit der sie auch den Nazis entgegentraten. 1947 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.

 

Die Preisverleihung findet statt am 5. Dezember um 12 Uhr in der Gethsemanekirche in Berlin, die auch Steudtners Heimatgemeinde ist. Im Anschluss findet um 13.30 Uhr ein Pressegespräch mit Peter Steudtner statt. Um Anmeldung wird gebeten.

 

Die Laudatio hält Wolfgang Thierse.

 

Die Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

 

Weitere Informationen:
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Our press release in english

English press release as PDF document

Bild: Gregor Zielke / PANPHOTOS.ORG

„Freiheit und Demokratie immer wieder neu verteidigen“

 

Berlin, 8. November 2017 – Der 9. November gilt als deutscher Schicksalstag. Es ist der Jahrestag des Pogroms gegen die jüdische Bevölkerung 1938, aber auch der Tag des Erinnerns an den Mauerfall sowie die friedliche Revolution im Osten Deutschland. „Der 9. November erinnert uns bis heute, wohin Ausgrenzung und Hass führen. Er macht aber auch bewusst, was friedliches und solidarisches Handeln erreichen kann“, sagte die Geschäftsführerin der Quäker-Hilfe Stiftung, Manuela Kikillus. „Dies wollen wir in einer Zeit, in der die Grundlagen einer demokratischen, vielfältigen und offenen Gesellschaft  angegriffen werden, laut und deutlich zum Ausdruck bringen.“

 

In ganz Deutschland finden am 9. November zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Die Nazis hatten am 9. November 1938 gewalttätige Übergriffe gegen die jüdische Bevölkerung und jüdische Einrichtungen organisiert. Damit begann eine neue Phase der Judenverfolgung, die schließlich im Holocaust mündete.  Der 9. November markiert aber auch den Beginn der ersten deutschen Republik 1918 und den Fall der Berliner Mauer 1989. „Dieses ambivalente Datum erinnert uns jedes Jahr aufs Neue daran, dass Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie immer wieder neu verteidigt werden müssen. Dies vor allem auch in einer Zeit, in der fremdenfeindliche Kräfte im neuen Bundestag vertreten und in ganz Europa Nationalismus und Fremdenhass auf dem Vormarsch sind. Deutschland, Europa und die Welt sind im Umbruch. Wir wollen die Gestaltung  unseres friedlichen Zusammenlebens nicht von Populisten und rechten Schreihälsen gefährden lassen“, sagte Kikillus.

 

Wie man Ausgrenzung begegnet und Konflikte konstruktiv löst, das ist auch Thema der 4. „Geneva Peace Week“, die von der amerikanischen Quäker-Organisation „American Friends Service Comittee“ (AFSC) und dem Quaker United Nations Office (QUNO) aktiv mitgestaltet werden.

 

Die Quäker, ihre Hilfsorganisationen und deren Partner sind weltweit in rund 20 Ländern aktiv und setzen vor allem auf aktivierende Friedensarbeit, die Schaffung zivilgesellschaftlicher Strukturen und die Bekämpfung von Waffenhandel. In Deutschland wurden die Quäker vor allem durch ihr Engagement für die Zivilbevölkerung nach den beiden Weltkriegen bekannt, u.a. die mit den so genannten „Quäkerspeisungen“. In der Zeit des Nazi-Terrors halfen sie Intellektuellen wie Carl von Ossietzky und Erich Mühsam und retteten zehntausende jüdische Kinder vor dem Tod im KZ. 1947 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.

 

Weitere Informationen:

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„Hunger ist auch eine Form von Krieg“


Berlin, 16. Oktober 2017 – „Hunger trifft nicht alle gleich, er trifft die, die keine Macht haben“ sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner gestrigen Fernsehansprache zur Woche der Welthungerhilfe. „Leider genügen sonntägliche Aufrufe dieser Art nicht. Hunger ist eine Form von Krieg gegen die Ärmsten der Armen – und Deutschland trägt als eines der reichsten Länder der Welt und als einer der größten Waffenexporteure eine große Mitverantwortung, diesen Zustand endlich zu beenden“, sagte Manuela Kikillus, Geschäftsführerin der Quäker-Hilfe Stiftung, anlässlich des Welternährungstages am 16. November und des Welttages zur Beseitigung der Armut am 17. November in Berlin.

 

Am 12. Oktober hatte die Welthungerhilfe den „Welthunger-Index 2017“ vorgestellt. Daraus ging hervor, dass die vorhandenen Fortschritte im Kampf gegen den Hunger durch bewaffnete Konflikte und die Folgen des Klimawandels wieder zunichte gemacht würden. Vor allem in den Ländern südlich der Sahara, in Südasien und den Kriegsregionen auf der Welt habe sich die Lage weiter verschlechtert. „Ernteausfälle in Afrika und Kriege in Syrien oder im Irak sind jedoch keine isolierten Ereignisse, die uns in Europa nichts angehen, sie sind letztlich oft einer verfehlten Politik auf allen Seiten zuzuschreiben“, sagte Kikillus weiter. Daher gehe es nicht nur darum, die betreffenden Länder beim Aufbau von Strukturen zu unterstützen, die gute Regierungsführung ermöglichen würden, der Westen müsse vielmehr endlich anerkennen, dass Frieden und Sicherheit letztlich so unteilbar wie Menschenrechte seien, so Kikillus weiter.

 

Der Welthunger-Index bewertet jährlich die Lage in 119 Ländern und hatte seit dem Jahr 2000 zunächst deutliche Fortschritte vermelden können. Zugleich seien Länder wie der Südsudan, Somalia, Nigeria oder der Jemen von Hungersnöten bedroht, unterdessen die absolute Zahl der Hungernden weltweit auf den Rekordwert von 815 Millionen Menschen gestiegen sei. Damit hungert jeder neunte Mensch auf der Welt.

 

Die Quäker, ihre Hilfsorganisationen und deren Partner sind weltweit in rund 20 Ländern aktiv und setzen vor allem auf aktivierende Friedensarbeit, die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Strukturen und die Bekämpfung des Waffenhandels. In Deutschland wurden die Quäker vor allem durch ihr Engagement für die Zivilbevölkerung nach den beiden Weltkriegen bekannt, u.a. die so genannten „Quäkerspeisungen“ sowie medizinische Leistungen. 1947 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.

 

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„Den Frieden beginnen, den Krieg beenden“

 

Berlin, 20. September 2017 – Anlässlich des Internationalen Tages des Friedens am 21. September fordert die Quäker-Hilfe Stiftung (QHS) gemeinsam mit dem Quaker United Nations Office (QUNO) und rund 130 weiteren Organisationen aus der Friedens- und Entwicklungsarbeit, an den UN-Zielen für Nachhaltige Entwicklung festzuhalten. Frieden und Sicherheit müssten als globale Themen betrachtet werden, die so unteilbar wie Menschenrechte seien, sagte Geschäftsführerin Manuela Kikillus.

 

„Wir möchten die letzten Tage des Wahlkampfs gerne nutzen, um auf die Verantwortung hinzuweisen, die die deutsche Bundesregierung für Frieden und Sicherheit in der Welt hat. Waffenexporte sind unserer festen Überzeugung nach der falsche Weg“, so Manuela Kikillus. Deutschland trage als drittgrößter Waffenexporteur der Welt maßgeblich Verantwortung für weltweit eskalierende Konflikte, hieß es weiter.

 

Die Quäker-Hilfe Stiftung stellte am Mittwoch gemeinsam mit rund 130 weiteren, in der internationalen Friedens- und Entwicklungsarbeit tätigen Organisationen eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Neue Verpflichtungen für den Frieden“ vor. Darin werden Regierungen und zivilgesellschaftliche Akteure aufgerufen, die wichtige Rolle von Frieden und Sicherheit als Voraussetzung für erfolgreiche Entwicklung anzuerkennen und ihr Handeln daran auszurichten. Dabei komme es vor allem darauf an, Waffenhandel zu reduzieren, das globale Finanzsystem, weltweite Investitionstätigkeiten und staatliche Steuertarife gerecht zu gestalten und für ein Mindestmaß an internationaler Rechtssicherheit zu sorgen. „Wir müssen begreifen, dass die Globalisierung nicht nur eine wirtschaftliche, sondern eben auch eine sicherheitspolitische Dimension hat, wir müssen endlich den Frieden beginnen und die Kriege auf dieser Welt beenden“, sagte Kikillus in Berlin.

 

Die Erklärung „Neue Verpflichtungen für den Frieden“ wurde am heutigen Mittwoch von rund 130 in der internationalen Friedens- und Entwicklungsarbeit tätigen Organisationen veröffentlicht, darunter World Vision International, Institute for Economics and Peace, Pax Christi International und mehrere Quäker-Organisationen. In Deutschland wurden die Quäker vor allem durch ihr Engagement für die Zivilbevölkerung nach den beiden Weltkriegen bekannt, u.a. die so genannten „Quäkerspeisungen“ sowie medizinische Leistungen. 1947 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.

 

Weitere Informationen:

Unsere Pressemitteilung als PDF

Die Erklärung „Neue Verpflichtungen für den Frieden“ (deutsch)

Die Erklärung im Orginal (englisch)

 

 

 

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