Die Quäker-Hilfe Stiftung in den Medien

QHS-Geschäftsführerin Manuela Kikillus auf Bayern 2

Das Bayern 2-Format „Theo.Logik. Über Gott und die Welt“ wendet sich nach laut Bayerischem Rundfunks „an alle neugierigen und nachdenklichen Hörerinnen und Hörer“, unter anderem werden dort auch Themen wie der von der Bundesregierung geplante „Marshall-Plan für Afrika“ behandelt. In der Ausgabe vom 7. August 2017 war die Geschäftsführerin der Quäker-Hilfe Stiftung, Manuela Kikillus zu Gast.

Hier können Sie den entsprechenden Ausschnitt nachhören:


 

Die komplette Sendung können Sie hier nachhören:
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-theologik.shtml

 

Pressemitteilungen der Quäker-Hilfe Stiftung

„Hunger ist auch eine Form von Krieg“


Berlin, 16. Oktober 2017 – „Hunger trifft nicht alle gleich, er trifft die, die keine Macht haben“ sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in seiner gestrigen Fernsehansprache zur Woche der Welthungerhilfe. „Leider genügen sonntägliche Aufrufe dieser Art nicht. Hunger ist eine Form von Krieg gegen die Ärmsten der Armen – und Deutschland trägt als eines der reichsten Länder der Welt und als einer der größten Waffenexporteure eine große Mitverantwortung, diesen Zustand endlich zu beenden“, sagte Manuela Kikillus, Geschäftsführerin der Quäker-Hilfe Stiftung, anlässlich des Welternährungstages am 16. November und des Welttages zur Beseitigung der Armut am 17. November in Berlin.

 

Am 12. Oktober hatte die Welthungerhilfe den „Welthunger-Index 2017“ vorgestellt. Daraus ging hervor, dass die vorhandenen Fortschritte im Kampf gegen den Hunger durch bewaffnete Konflikte und die Folgen des Klimawandels wieder zunichte gemacht würden. Vor allem in den Ländern südlich der Sahara, in Südasien und den Kriegsregionen auf der Welt habe sich die Lage weiter verschlechtert. „Ernteausfälle in Afrika und Kriege in Syrien oder im Irak sind jedoch keine isolierten Ereignisse, die uns in Europa nichts angehen, sie sind letztlich oft einer verfehlten Politik auf allen Seiten zuzuschreiben“, sagte Kikillus weiter. Daher gehe es nicht nur darum, die betreffenden Länder beim Aufbau von Strukturen zu unterstützen, die gute Regierungsführung ermöglichen würden, der Westen müsse vielmehr endlich anerkennen, dass Frieden und Sicherheit letztlich so unteilbar wie Menschenrechte seien, so Kikillus weiter.

 

Der Welthunger-Index bewertet jährlich die Lage in 119 Ländern und hatte seit dem Jahr 2000 zunächst deutliche Fortschritte vermelden können. Zugleich seien Länder wie der Südsudan, Somalia, Nigeria oder der Jemen von Hungersnöten bedroht, unterdessen die absolute Zahl der Hungernden weltweit auf den Rekordwert von 815 Millionen Menschen gestiegen sei. Damit hungert jeder neunte Mensch auf der Welt.

 

Die Quäker, ihre Hilfsorganisationen und deren Partner sind weltweit in rund 20 Ländern aktiv und setzen vor allem auf aktivierende Friedensarbeit, die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Strukturen und die Bekämpfung des Waffenhandels. In Deutschland wurden die Quäker vor allem durch ihr Engagement für die Zivilbevölkerung nach den beiden Weltkriegen bekannt, u.a. die so genannten „Quäkerspeisungen“ sowie medizinische Leistungen. 1947 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.

 

Weitere Informationen:

Unsere Pressemitteilung als PDF

 

 

„Den Frieden beginnen, den Krieg beenden“

 

Berlin, 20. September 2017 – Anlässlich des Internationalen Tages des Friedens am 21. September fordert die Quäker-Hilfe Stiftung (QHS) gemeinsam mit dem Quaker United Nations Office (QUNO) und rund 130 weiteren Organisationen aus der Friedens- und Entwicklungsarbeit, an den UN-Zielen für Nachhaltige Entwicklung festzuhalten. Frieden und Sicherheit müssten als globale Themen betrachtet werden, die so unteilbar wie Menschenrechte seien, sagte Geschäftsführerin Manuela Kikillus.

 

„Wir möchten die letzten Tage des Wahlkampfs gerne nutzen, um auf die Verantwortung hinzuweisen, die die deutsche Bundesregierung für Frieden und Sicherheit in der Welt hat. Waffenexporte sind unserer festen Überzeugung nach der falsche Weg“, so Manuela Kikillus. Deutschland trage als drittgrößter Waffenexporteur der Welt maßgeblich Verantwortung für weltweit eskalierende Konflikte, hieß es weiter.

 

Die Quäker-Hilfe Stiftung stellte am Mittwoch gemeinsam mit rund 130 weiteren, in der internationalen Friedens- und Entwicklungsarbeit tätigen Organisationen eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel „Neue Verpflichtungen für den Frieden“ vor. Darin werden Regierungen und zivilgesellschaftliche Akteure aufgerufen, die wichtige Rolle von Frieden und Sicherheit als Voraussetzung für erfolgreiche Entwicklung anzuerkennen und ihr Handeln daran auszurichten. Dabei komme es vor allem darauf an, Waffenhandel zu reduzieren, das globale Finanzsystem, weltweite Investitionstätigkeiten und staatliche Steuertarife gerecht zu gestalten und für ein Mindestmaß an internationaler Rechtssicherheit zu sorgen. „Wir müssen begreifen, dass die Globalisierung nicht nur eine wirtschaftliche, sondern eben auch eine sicherheitspolitische Dimension hat, wir müssen endlich den Frieden beginnen und die Kriege auf dieser Welt beenden“, sagte Kikillus in Berlin.

 

Die Erklärung „Neue Verpflichtungen für den Frieden“ wurde am heutigen Mittwoch von rund 130 in der internationalen Friedens- und Entwicklungsarbeit tätigen Organisationen veröffentlicht, darunter World Vision International, Institute for Economics and Peace, Pax Christi International und mehrere Quäker-Organisationen. In Deutschland wurden die Quäker vor allem durch ihr Engagement für die Zivilbevölkerung nach den beiden Weltkriegen bekannt, u.a. die so genannten „Quäkerspeisungen“ sowie medizinische Leistungen. 1947 erhielten sie dafür den Friedensnobelpreis.

 

Weitere Informationen:

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung als PDF

Hier finden Sie die Erklärung „Neue Verpflichtungen für den Frieden“

Hier finden Sie die Erklärung im Orginal

 

 

 

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