Eine Schule für das Viertel

In Haiti gibt es Menschen, die sich nach Kräften bemühen, Änderungen zum Besseren herbeizuführen. Die Lehrerinnen und Lehrer der Schule St. Charles Borromée in La Plaine, einem verarmten Stadtteil der Hauptstadt Port-au-Prince, gehören zu den Menschen, die sich für eine bessere Zukunft der ihnen anvertrauten Schüler und Schülerinnen engagieren. In der von Dominikanerinnen geleiteten Schule gibt es jeden Tag ein warmes Mittagessen – für viele Kinder die einzige Mahlzeit am Tag. Jetzt will die Schulleitung, mit Unterstützung der Quäker, ihre Schule zu einem Modell für gute Bildung und Ausbildung machen.

 

Die Quäker bieten Fortbildungen für die Lehrenden an, mit dem Ziel, den Unterricht kindgerecht und für ihre Zukunft relevant zu gestalten. Die Quäker vermitteln den Lehrkräften zudem Formen der gewaltfreien Konfliktlösung und zeigen ihnen, wie eine Atmosphäre des Vertrauens und des konstruktiven Lernens zu schaffen ist.

 

Für die älteren Schülerinnen und Schüler sowie für interessierte Erwachsene führen die Quäker berufsvorbereitende Kurse durch. Schulungen in Technik und Handwerk vermitteln den Jugendlichen die notwendigen Fertigkeiten für Erwerbsarbeit oder Kleingewerbe.

Fernande Isidor

Die Menschen im Armenviertel La Plaine leben in behelfsmäßigen Unterkünften. Zugang zu sauberem Trinkwasser haben sie nicht. Ihre einzige Chance, ein kleines Einkommen zu verdienen, ist ein bisschen Handel. Viele Erwachsene können aber weder lesen, schreiben noch rechnen. Diese Fertigkeiten werden für den erfolgreichen Aufbau und Betrieb eines kleinen Gewerbes aber dringend benötigt. Deswegen bietet die Schule St. Charles Borromée auch Abendkurse für Erwachsene zur Alphabetisierung und Grundrechenfertigkeiten an. Ein erster Schritt, um aus dem Teufelskreis der Armut auszubrechen.

Gemeinschaft fördern durch Kreativität und Spiel

In La Plaine, wie auch im restlichen Haiti, gibt es kaum Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Also schließen sie sich in Gangs zusammen, ziehen durch die Straßen und rutschen dabei nicht selten in die Kriminalität sowie in Alkohol- und Drogenmiss-brauch ab. Eine sinnvolle Freizeitgestaltung für junge Menschen ist daher kein Luxus, sondern wichtig für die Minderung von Gewalt und Kriminalität, um so die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft zu fördern.

 

Gemeinsam mit den Jugendlichen suchen die Quäker nach Möglichkeiten, wie sie sich in ihrer Freizeit für die Verbesserung des Lebens in ihrem eigenen Stadtviertel einsetzen können. Dazu gehören u.a. der Aufbau von Clubs und Vereinen, die Planung und Organisation von Veranstaltungen sowie die Identifikation und Lösung konkreter Probleme im Stadtviertel. Die Schule dient dabei als Nachbarschaftsheim und Treffpunkt für die Menschen im ganzen Viertel.

 

Etwa 600 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 5 und 14 Jahren besuchen die Schule in La Plaine. it den Schülern und ihren Familien erreicht das Projekt ca.00 Menschen. Es sind zunächst nur kleine Schritte, doch nach und nach wird die gesamte Gemeinschaft von La Plaine etwas von dem Projekt haben.

Glückliche Schülerinnen

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