Gewalt überwinden in der Ukraine, Georgien und Russland

“Non-violent transformation – development of alternatives”, so heißt die Initiative der Trägerorganisation „act4transformation“, der es dieses Jahr gelungen ist, eine Finanzierung über das Auswärtige Amt für AVP (Alternatives to Violence Project) Osteuropa zu bekommen. Zusätzlich unterstützen die Quäker die Projekte in Georgien, der Ukraine und Russland. Es finden ca. 40 Workshops, drei Fortbildungen für Trainer und ein gemeinsames Peace Camp für Kinder und Jugendliche statt. Im Mittelpunkt steht das Verbindende, nicht das Trennende. Das Programm soll zur Verständigung, Versöhnung und zur Vernetzung in der Region beitragen.

 

Konflikte sind ein natürlicher und normaler Bestandteil des Alltags. Das AVP-Programm bietet Workshops an, welche die Teilnehmer dazu befähigen, auf potentiell gewalttätige Situationen konstruktiv zu reagieren.

 

Die Kurse wenden sich an mehrere Zielgruppen: Jugendliche, die auf der Straße leben, Flüchtlinge, Gefangene, Militär, aber auch Multiplikatoren, die mit diesen Gruppen arbeiten, wie Lehrer, Sozialarbeiter und Engagierte in zivilgesellschaftlichen Organisationen (NGOs).

 

Die erfahrungsorientierten Kurse bauen auf die Alltagserfahrungen der Teilnehmer auf. In interaktiven Übungen, Diskussionen und (Rollen-)Spielen wird gemeinsam analysiert, wie bisher auf frustrierende Situationen reagiert wurde, die zu aggressivem oder gewalttätigen Verhalten geführt haben. Im nächsten Schritt wird auf dieselbe Weise ein konstruktiveres Verhalten erarbeitet. Dabei können die Menschen ihrer Kreativität freien Lauf lassen, was oft zu überraschenden und humorvollen Situationen führt. Sie werden sich ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst, Konflikte konstruktiv zu lösen. Das steigert ihr Selbstgefühl und den Respekt vor anderen.

 

Ein junger russischer Soldat ist begeistert von den Workshops:

„Mir gefällt die Herangehensweise des AVP. Der Kurs hat mich nachdenklich gemacht. Mir wurde bewusst, wie ich mit anderen umgehe. Ich reinigte mich von allen negativen Gedanken und Emotionen. Danach fühlte ich mich so gut! Was ich gelernt habe, werde ich in meinem Alltag umsetzen.“

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