Quaeker-Hilfe-Stiftung
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Händewaschen
Quäkerhilfe in Bolivien: ein besseres Leben für die Kinder!

Helfen Sie mit!

40 € werden benötigt, um 10 Familien eines Dorfes mit Seife, Zahnbürste und Zahnpasta auszustatten und in Hygiene-maßnahmen zu schulen.

200 € werden für den Bau eines Wasser-anschlusses für eine Familie im Durchschnitt benötigt.

700 € finanzieren das Material und die technische Anleitung für den Bau der zentralen Wasserversorgung eines ganzen Dorfes.

Jede Spende zählt! Vielen Dank.
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Zähneputzen
Bolivien: Bessere Hygiene durch den Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Wasser ist Leben - Quäkerhilfe in Bolivien

Zwei Geschichten aus dem Hochland Boliviens

Maria ist 12 Jahre alt und lebt mit ihren fünf jüngeren Geschwistern im Dorf Villa Puchini. Ihre Eltern sind Kleinbauern: sie halten ein paar Llamas und Schafe und bauen Kartoffeln, Quinoa und Gerste an. Wenn aufgrund der oft extremen Wetterbedingungen die Ernte nicht so gut ausfällt, ist das Essen oft knapp. Maria läuft an jedem Wochentag zusammen mit ihrem Bruder Luis zweieinhalb Stunden ins Nachbardorf zur weiterführenden Schule. Ihre anderen jüngeren Geschwister können zur 15 Minuten entfernten Grundschule im Dorf gehen. Wenn Maria endlich wieder von der Schule zurück ist, muss sie ihrer chronisch kranken Mutter im Haushalt und auf den Feldern helfen. Auch das Trinkwasser für die Familie mussten die Kinder bis vor kurzem noch mühsam von einem Bach heranschleppen, der aber wegen der unregelmäßigen Regenfälle oft austrocknete. Dann mussten die Kinder noch weiter laufen, dazu war das Wasser oft verschmutzt und führte zu Durchfällen und anderen Erkrankungen.

Seitdem die Quäker dem Dorf dabei halfen, eine eigene Wasserversorgung zu bauen, hat sich das geändert: Maria hat mehr Zeit für die Hausaufgaben und kommt in der Schule viel besser mit. Marias Vater, Pedro Machaca, ist Mitglied der Selbsthilfegruppe, die sich bei ihrem Bezirksrat für eine Wasserversorgung für ihr Dorf eingesetzt hat. Da der Bezirk selber nicht genug Gelder für solche Maßnahmen zur Verfügung stellen konnte, nahm der Bezirksrat Kontakt zum Quäkerprojekt auf. Technische Mitarbeiter des Projekts konnten dann zusammen mit den Dorfbewohnern die Wasserversorgung planen und bauen. Gleichzeitig schulten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Quäkerprojekts die Dorfbewohner in Hygiene und krankheitsvorbeugenden Maßnahmen und zeigten ihnen, wie sie ihre Wasserversorgung selber instand halten und reparieren können.

Jetzt stehen Wasserhähne vor jedem der 27 Häuser im Dorf. Insgesamt 100 Menschen profitieren vom Zugang zu sauberem Wasser. Das Wasser wird aus einer Tiefe von ungefähr 4 Metern hochgepumpt und wird auch bei längeren Trockenzeiten weiter fließen.

 

Wasser ist Leben
Freude über den neuen Wasseranschluss!

Wasser für eine sichere Ernte

Cecilia Viuda de Jihuancuti und ihre drei Kinder leben im Dorf Hucuri Milluni. Von ihrem Mann, der in die Stadt zog, um dort Geld zu verdienen, hat die Familie schon seit Jahren nichts mehr gehört. Wie überall im Hochland Boliviens sind die Böden hier karg und die Wetterbedingungen extrem. Cecilia Viuda hält ein paar Milchkühe und versucht, mit dem Verkauf von Milch und Käse ein kleines Einkommen zu erzielen. Dazu baut die Familie für ihren Eigenbedarf Kartoffeln, Oca, Quinoa und Gerste an. Doch der Erfolg der Ernte ist völlig von den Regenfällen abhängig. Wenn es, wie häufig, zu wenig oder nicht regelmäßig regnet, muss die Familie oft hungern.

So ging es allen Familien im Dorf Hucuri Milluni, bis ein Bauer aus dem Nachbardorf ihnen von der Möglichkeit erzählte, mit Hilfe des Quäkerprojekts ein Bewässerungssystem für ihre Felder zu bauen. Die Bauern schlossen sich zu einem Wasserkomitee zusammen. Gemeinsam mit den technischen Mitarbeitern des Quäkerprojekts planten sie ein Bewässerungssystem, welches das Wasser von einer höher gelegenen Quelle in einen Tank leitet, von dem aus dann die Felder nach Bedarf bewässert werden können. Die Arbeit der Verlegung der Wasserrohre und der Bau des Tanks wurden unter fachmännischer Aufsicht der Projektmitarbeiter von den Dorfbewohnern ausgeführt. Gleichzeitig erhielten sie Schulungen in der Instandhaltung und Reparatur der Wasserversorgung. Die ersten Erfolge zeigen sich: Cecilia Viudas Ernte ist in diesem Jahr schon viel besser ausgefallen. Und sie baut jetzt zusätzlich Bohnen an, die auf dem Markt einen guten Preis erzielen.

Bewässerung
Dank der Bewässerung gibt es Hoffnung auf eine bessere Ernte.

Die Hilfe zur Selbsthilfe in Bolivien geht weiter:

Das Hochland (Altiplano) in Bolivien zählt zu den ärmsten Regionen Südamerikas. Wegen der extremen Witterungsverhältnisse (Überschwemmungen folgen extreme Dürreperioden) und der Höhenlage ist Landwirtschaft nur in Grenzen möglich. 30 Prozent der Menschen sind chronisch mangelernährt. Ein Drittel der Landbevölkerung hat zudem keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, so dass vor allem die Kinder an Durchfall und Parasitenbefall leiden. Zu den wichtigsten Zielen der Hilfe der Quäker gehören deshalb die Versorgung mit sauberem Wasser und die Verbesserung der Ernährungssituation. Die Anleitung zum Bau von Bewässerungs- und Trinkwassersystemen und Gewächshäusern bilden die Eckpfeiler der Projektarbeit. Integriert in die Programme sind aber auch Kurse zur richtigen Nutzung eines Gewächshauses, Ernährungslehre und Hygiene.

Die Lebensbedingungen für die Menschen auf dem Altiplano sind extrem hart und deshalb ist noch sehr viel Hilfe nötig! Jede Spende ist wichtig. →Jetzt spenden

Das harte Leben im AltiplanoExtreme Armut: Kleinbauern im Hochland Boliviens