Quaeker-Hilfe-Stiftung
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PAG

Ihre Spende hilft in Südafrika: geben Sie Strafgefangenen die Chance, am Projekt Alternativen zur Gewalt teilzunehmen und den Teufelskreis von Gewalt und Kriminalität zu durchbrechen. Vielen Dank! Spendenlink

Quäker und Justiz

Die Geschichte der Quäker ist von Anfang an untrennbar mit der Justiz verbunden. Gegründet als religiöse Protestbewegung im 17. Jahrhundert in England, wurden die "Freunde", wie sich Quäker untereinander nennen, in den ersten zwei Jahrhunderten ihrer Existenz vom Staat oft erbittert verfolgt und viele wurden verhaftet. Sie erlebten am eigenen Leib die in dieser Zeit meist erschreckenden Zustände im Strafvollzug. Aufgrund der Erfahrungen der eigenen Verfolgung begannen Quäker früh, sich für humane Haftbedingungen einzusetzen.

Das Projekt Alternativen zur Gewalt

"Dass ich Würde besitze, hat mir in den letzten 10 Jahren keiner gesagt." Karl B. sitzt schon lange im Gefängnis. Die Teilnahme an einem Kurs des Projekts Alternativen zur Gewalt (PAG) hat seine Einstellung zu sich selbst und zu seinen Mitmenschen grundlegend verändert. Ein anderer Teilnehmer meinte: „Super, ich hätte nie gedacht, dass man in drei Tagen zu anderen Vertrauen und ein Gefühl der Gemeinschaft entwickeln kann."

Das Projekt Alternativen zur Gewalt (PAG) wurde 1975 von den Quäkern im Hochsicherheitstrakt eines New Yorker Gefängnisses entwickelt. Inzwischen gibt es ein großes Netzwerk von PAG-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in mehr als 50 Ländern tätig sind. So fördert die Quäker-Hilfe Stiftung unter anderem PAG-Kurse in Gefängnissen in Südafrika, die den Strafgefangenen nach der Entlassung die Chance auf einen Neuanfang für ihr Leben geben.

Immer geht es darum, dass Menschen sich ihrer eigenen Würde bewusst werden, auch wenn ihr Lebensweg so verlaufen ist, dass diese Würde verschüttet und für sie nicht mehr spürbar ist - so wie bei vielen Gefängnisinsassen, die häufig Opfer und Täter zugleich sind.

In intensiver Gruppenarbeit erarbeiten die Teilnehmer Wege zu konstruktiven Konfliktlösungen ohne Gewalt und ohne Sieger und Besiegte. Strafgefangene werden selber als PAG-Trainer und -Trainerinnen ausbildet, die dann ihrerseits die neu erworbenen Fertigkeiten der Konfliktlösung und des gewaltfreien Miteinanders an ihre Mithäftlinge weitergeben.

Die Erfahrung zeigt: Strafgefangene, die am PAG-Programm teilnehmen, können sich nach der Entlassung häufig besser wieder in die Gesellschaft eingliedern. Auch bei Bewährungsstrafen wird PAG erfolgreich eingesetzt und vermindert oft das Risiko weiterer Straftaten.

Helfen Sie mit, Menschen die Chance auf ein Leben in Würde und Frieden zu geben! Jede Spende hilft. Spendenlink