Quaeker-Hilfe-Stiftung
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Mädchen

Bosnien-Herzegovina: im Friedensgarten

So können Sie helfen:

35 € kosten drei Gartengeräte-Sets, die aus Hacke, Schubkarren und Spaten bestehen, und den Familien zur Bewirtschaftung ihres Gartenteils dienen.

60 € reichen aus, um 10 Gartenpartzellen mit angereichertem Dünger zu versorgen, so dass eine gute Ernte erzielt werden kann.

125 € versorgen 50 Familien mit Saatgut und Pflanzen (Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl, Möhren, Salat und Kürbisse)

Bitte helfen Sie so wie Sie können. Jeder Euro hilft nachhaltig. Vielen Dank! Spendenlink

Ernte

Bosnien-Herzegovina: Reiche Ernte

Projekte in Europa

Bosnien-Herzegowina: Gärten der Vielfalt

(Kosten pro Jahr ca. € 200.000)

Auch vierzehn Jahre nach dem Krieg in Bosnien-Herzegowina sind die Wunden des Krieges und der schrecklichen „ethnischen Säuberungen" längst nicht verheilt. Mehr als 2 Mio. Menschen, rund die Hälfte der Bevölkerung, mussten fliehen und wohnen heute nicht dort, wo sie vor den Auseinandersetzungen gewohnt haben. Oft ist der Kontakt zwischen Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen abgerissen oder sehr schwierig. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch; das monatliche Durchschnittseinkommen für diejenigen, die eine Arbeit hatten, betrug 360 USD. Viele Menschen haben auch heute noch mit Kriegstraumata zu kämpfen. Die Quäker haben in dieser Situation auf ein wirksames Konzept zurückgegriffen und Gemeinschaftsgärten eingerichtet. Die Gärten sind eine wichtige Bereicherung:

  • Sie liefern armen Familien Obst und Gemüse.
  • Bei der gemeinsamen Arbeit begegnen sich Serben, Kroaten, Bosnier und lernen sich wieder kennen.
  • Die Gartenarbeit zeigt therapeutische Wirkung für Arbeitslose und Traumatisierte.
  • Speziell Randgruppen wie geistig Behinderte, Roma und ehemalige Gefängnisinsassen können einbezogen werden.
  • Umweltfreundliche Anbaumethoden finden Verbreitung.

Das Projekt begann 2000 mit einem Garten, inzwischen gibt es im ganzen Land 13 mit rund 1200 Gemeinschaftsgärtnern, 2000 Interessenten haben sich auf Wartelisten eingetragen.

Auberginen, Paprika...
... Salat, Blumenkohl, Zwiebeln, Karotten und noch viel mehr wachsen in den Gärten. Die Quäker stellen Gartenwerkzeug, Berater, Saatgut zur Verfügung, sogar ein Gewächshaus gibt es in einem der Gärten. Zusatzeinkommen ist manchmal möglich, die Gärtner können Überschüsse auf den lokalen Märkten verkaufen. Auch das Rote Kreuz in Sarajevo konnte mit 900 Pfund Gemüsespenden versorgt werden. Heilende Wirkung... „Mein Garten ist der einzige Ort, an dem ich Krieg und die Erinnerungen daran vergessen kann..." sagt eine 41jährige Frau mit vier Kindern aus Srebrenica, die sieben männliche Familienmitglieder im Krieg verloren hat. Gärten können heilen helfen: Gedankenkreisläufe um Vertreibung und Tod finden Unterbrechungen. Das Selbstwertgefühl wird gestärkt, weil man etwas Nützliches hervorbringt. Das Vertrauen in das Lebendige erhält eine neue Chance. Soziale und kognitive Fähigkeiten werden gestärkt.

Hilfe die zusammenbringt...
Die Gärten sind ein wichtiger Baustein dafür, Menschen wieder mehr Selbständigkeit und Integration zu ermöglichen. Helfen Sie mit Ihrer Spende.


Deutschland: Hilfe für Folteropfer und Flüchtlinge

Viele Flüchtlinge, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben, sind Überlebende schwerer Menschenrechtsverletzungen in ihren Heimatländern. Ein Teil von ihnen leidet unter schweren psychischen Traumafolgestörungen und benötigt eine traumaspezifische und zugleich kultursensible Gesundheitsversorgung.
In Frankfurt/Main engagiert sich der gemeinnützige Verein fatra (Frankfurter Arbeitskreis Trauma und Exil), der von Quäkern unterstützt wird, in der Menschenrechtsarbeit und der psychotherapeutischen Beratung von Flüchtlingen und Folteropfern. Durch die verschiedenen Angebote will man Menschen in Not zur Seite stehen, interkulturelle Verständigungsbrücken bauen und zur angemessenen Gesundheitsversorgung von Flüchtlingen beitragen.
Flüchtlinge vieler Nationalitäten finden bei fatra e.V. psychotherapeutische Beratung, Unterstützung in Krisensituationen und - wenn notwendig - Hilfe bei der Suche nach Behandlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig unterstützt die Beratungsstelle Dialoge mit Behörden und politischen Entscheidungsträgern, bietet viele Kommunikationsangebote an die Professionellen im Gesundheitswesen an und unterstützt diese in ihrem Engagement für Flüchtlinge. Längerfristige Therapien, die früher in der Beratungsstelle selbst geleistet wurden, sind jetzt im Rahmen eines dezentralen Behandlungsnetzwerkes möglich, das die Beratungsstelle aufgebaut hat und koordiniert.
Darüber hinaus ist der Verein aktiv in der Menschenrechtsarbeit und kritischen Öffentlichkeitsarbeit für die Belange von Flüchtlingen. Ziele sind: die Verbesserung der sozialen Lebenssituation von Flüchtlingen, die Schaffung einer unabhängige Gutachten-Stelle in Hessen, sodass Flüchtlinge ihre Erlebnisse in einem fairen Verfahren vor den Behörden geltend machen können, politische Entscheidungsträger zu informieren und in Konflikten gemeinsam Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Hier bestehen langjährige Kooperationen mit den Flüchtlingsbeauftragten der Kirchen, Amnesty International, Pro Asyl, einer Reihe von psychotherapeutischen Fachinstituten, dem Menschenrechtsbeauftragten der Hessischen Landesärztekammer, und vielen ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern.

Helfen Sie mit: 30 Euro kostet eine psychotherapeutische Beratungsstunde, 20 Euro ermöglichen es, in die psychotherapeutische Beratung einen Dolmetscher einzubeziehen, mit etwa 300 Euro (500 Euro mit Dolmetscher) geben sie einem Flüchtling und seiner Familie die Möglichkeit, sich in einen angemessenen Beratungsprozess die notwendigen Hilfen zu sichern oder einen Psychotherapieplatz zu finden.

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