Sauberes Trinkwasser: die Grundvoraussetzung für ein besseres Leben.
Sauberes Trinkwasser ist ein Menschenrecht: UN-Resolution
Die meisten Menschen im ländlichen Kenia -wie in fast allen anderen afrikanischen Ländern - haben kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Menschen schöpfen ihr Wasser aus trüben, verschmutzten Wasserstellen, die oftmals auch von Tieren genutzt werden. Die Folgen sind vielfältig: Hygiene ist nur sehr bedingt möglich und einen Schutz gegen Viren und andere Krankheitserreger gibt es nicht. Das schmutzige Wasser schwächt die Menschen und macht sie oft sehr krank. Besonders die Jüngsten und die älteren Menschen leiden stark. Durchfallerkrankungen bei Kleinkindern führen nicht selten zum Tod.
Das ländliche Entwicklungsprogramm der Quäker im Westen Kenias hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Familien den Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen.

Kenia: das Wasserholen ist Sache der Frauen und Mädchen.
Die Quäker haben eine einfache Methode entwickelt, die Quellen so zu fassen, dass das Wasser unverschmutzt gesammelt werden kann. Es reichen Zement und ein kleines Stück Rohr, um das Wasser vor Verschmutzungen zu schützen. Die Quellen werden von den Männern in der Dörfern gefasst.
Das Wasser einer Quelle sprudelt unermüdlich. Was die Menschen nicht benötigen, fließt weiter in die Bäche. Von hieraus wird es weitergeleitet auf die Felder, die so während der Anbauzeit gezielt gewässert werden können - eine gute Lösung, weil heute der Regen oft ausbleibt oder erst viel später einsetzt.
Gefasste Quellen sind kleine Schritte in dem Konzept der Hilfe zu Selbsthilfe, doch sie bewirken viel: Krankheiten insbesondere Durchfallerkrankungen, wie sie gerade durch verschmutztes Wasser verursacht werden, treten nur noch sehr selten auf. Das Wasserholen ist traditionell die Aufgabe der Mädchen und Frauen. Mit einer gefassten Quelle bleibt nun genügend Zeit für andere wichtige Dinge in ihrem Leben, wie die Schule oder das Arbeiten auf den Feldern.



