Quaeker-Hilfe-Stiftung
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Seit 1988 setzt das Friedenszentrum in Kapstadt ein Zeichen für eine Kultur der Kooperation und Toleranz - inmitten einer Welt von Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum und brutaler Gewalt. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende, dass diese wichtige Arbeit weitergehen kann.

35 € kostet die Teilnahme eines Lehrers an einem Friedensseminar.

70 € sind notwendig, um beim dreitätigen Friedenscamp Unterkunft, Verpflegung sowie das Unterrichtsmaterial für eine Person zu finanzieren.

100 € decken die Personalkosten für den Einsatz einer Trainerin oder eines Trainers in einem dreitätigen Friedensseminar.

Jede Spende zählt. Bitte helfen Sie! Vielen Dank. Spenden-Link

Peace Buddies
Friedensbotschafter für jede Schule!


Südafrika: Projekt "Gewaltfreie Schule"

Das Friedenszentrum der Quäker in Kapstadt

„Unsere Vision ist ein Südafrika, in dem Konflikte gewaltlos gelöst werden. Unser Auftrag ist es, den Menschen zu helfen, Gewaltausbrüche zu verhindern und aktiv für eine gewaltlose Welt zu arbeiten.“


So beschreibt das Friedenszentrum der Quäker in Kapstadt seine Aufgabe. Sechzehn Jahre nach dem Ende der Apartheid ist Südafrika jedoch noch weit von der Vision einer Regenbogennation entfernt, in der die verschiedenen Bevölkerungsgruppen gleiche soziale und wirtschaftliche Chancen haben und friedlich zusammenleben können.

Südafrika heute – 17 Jahre nach dem Ende der Apartheid

Die rassistischen Vorurteile des über Jahrzehnte herrschenden Apartheid-Systems wirken bis zum heutigen Tag nach. Das betrifft nicht nur die Beziehungen zwischen der weißen Minderheit und den übrigen Bevölkerungsgruppen. Auch die willkürliche Trennung in Farbige, Asiaten und Schwarze, mit der das Apartheid-System versuchte, die nicht-weiße Bevölkerung gegeneinander auszuspielen, hat bis heute Spuren hinterlassen.

Die Anwendung von Gewalt war ein Werkzeug der Politik unter dem Apartheid-Regime und wird auch heute noch von vielen als rechtmäßige Rache für erlittenes Unrecht angesehen. Dazu führt die schlechte soziale und wirtschaftliche Lage der Menschen in den Townships zu Gefühlen der Hoffnungslosigkeit und Wut, wodurch dann die Gewaltbereitschaft gesteigert wird. Wie schnell die alten Vorurteile und Denkmuster wieder aktiviert werden können, wird besonders dann deutlich, wenn es zu Konflikten im Alltag kommt. Immer wieder kommt es zu „rassistisch“ motivierten gewaltsamen Auseinandersetzungen – etwa zwischen farbigen und schwarzen Bevölkerungsgruppen oder zwischen Einheimischen und Migranten aus umliegenden Ländern.

Junge Menschen in Südafrika: zwischen Gewalt und Hoffnung

Schon seit 1988 bemühen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Friedenszentrums in Kapstadt eine Kultur der Kooperation und der Toleranz aufzubauen – mitten in einer Welt von Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum und brutaler Gewalt. Die Arbeit in Schulen spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn Schulen sind in Südafrika oftmals Austragungsorte gewaltsamer Konflikte. Gerade in den Townships sind die Schulen zunehmend von Aggression geprägt: Waffenbesitz, Bedrohungen und Tätlichkeiten sind an der Tagesordnung. Lehrer stehen diesen Problemen meist hilflos gegenüber. Junge Menschen können aber ihre Begabungen nur in Schulen entwickeln, die frei sind von Gewalt, Missbrauch und Schikanen. Um auf die dramatische Situation in Schule und Gesellschaft zu reagieren, hat das Friedenszentrum vor zwei Jahren in der West-Kap-Provinz, in Partnerschaft mit der dortigen Schulbehörde, eine Kampagne für gewaltfreie Schulen ins Leben gerufen. Die Kampagne wendet sich direkt an Schüler und Lehrer und erarbeitet mit ihnen Methoden der Gewaltprävention und der friedlichen Konfliktlösung.

Friedenscamp
Lernen, einander zu verstehen: Schülerinnen bei einem Friedenscamp.

Frieden kann gelernt werden

Lehrkräfte und Lernende treffen sich in mehrtägigen Friedens-Camps und erarbeiten gemeinsam Unterrichtsmaterial und Strategien für eine gewaltfreie Schule. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Friedens-Zentrums vermitteln den Schülern und Lehrern bewährte Methoden für die gewaltfreie Kommunikation und Konfliktlösung. In den teilnehmenden Schulen werden Friedens-Clubs aufgebaut: Schüler und Schülerinnen nehmen an speziellen Trainings teil und lernen, wie sie ohne Gewalt gegen Mobbing und Angriffe einschreiten können. Sie vermitteln auch bei Konflikten unter ihren Mitschülern. So ändert sich allmählich die Atmosphäre an den Schulen, Kooperation und Miteinander-Auskommen werden gelernt, die Gewalt nimmt ab.

Ziele der Friedenskampagne

  • Junge Menschen sollen Fertigkeiten und Methoden der gewaltfreien Kommunikation und Konfliktlösung vermittelt werden, um sie für zukünftige Führungspositionen in ihren Gemeinschaften und der Gesellschaft auszubilden.
  • Jungen Menschen soll geholfen werden, die rassistischen und geschlechtsspezifischen Vorurteile, die der Demokratie in Südafrika im Wege stehen, zu erkennen und zu bekämpfen. Dabei sollen sie Respekt und Toleranz gegenüber anderen lernen, die Grundlagen einer friedlichen und demokratischen Gesellschaft.
  • In den Schulen soll eine Kultur aufgebaut werden, in der Lehrer lehren können und Schüler lernen.

Lehrer und Schüler
Schüler und Lehrer arbeiten zusammen für ein friedliches Südafrika.

Finanzen und Förderbedarf

Durch die Förderung mit Mitteln des Auswärtigen Amtes konnte dieses Projekt 2011 viele Schulen erreichen. Dennoch ist das Friedenszentrum nach wie vor auf Spenden angewiesen, um seine wichtige Arbeit auch in Zukunft weiterführen zu können. Deshalb bitten wir Sie: helfen auch Sie mit, die Vision eines friedlichen Südafrikas Wirklichkeit werden zu lassen! Vielen Dank! Spenden-Link

ifa logo

Dieses Projekt wird unter anderem gefördert mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unter dem ifa zivik - Programm zur zivilen Konfliktbearbeitung.