Quaeker-Hilfe-Stiftung
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Frau in Kenia
Verarmte Frauen in Kenia brauchen unsere Hilfe!

Kleinkredite sind ein wirksames Mittel, um kleine, nachhaltige Existenzgründungen zu ermöglichen. Sie eröffnen Wege in ein selbstbestimmtes Leben und eine bessere Zukunft.

50 € reicht oft als Kleinkredit, um eine eigene Existenz aufzubauen.

80 € kostet die zweitägige Schulung einer Selbsthilfegruppe in Kapitaleinsatz, Verkauf und Buchführung.

300 € kostet die Anschaffung einer jungen Kuh für eine Gruppe.

Ihre Spende macht Frauen stark. Vielen Dank!

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Kenia: Kleinkredite schaffen Zukunft

Die Witwen von Cheptulu

Alle Frauen haben das Recht auf ein Leben in Würde. Doch für alleinstehende, verwitwete oder verlassene Frauen im Westen Kenias geht es meist nur ums bloße Überleben. Die Frauen wissen, dass sie eine Belastung für ihre Gemeinden darstellen, weil sie oft völlig von der Hilfe durch Nachbarn oder der Dorfgemeinschaft abhängig sind, um sich und ihre Kinder zu versorgen. Viele ziehen sich von allen Kontakten zurück, sie vereinsamen und werden depressiv. Die einheimischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Entwicklungsprogramms der kenianischen Quäker werden immer häufiger auf solche Frauen aufmerksam gemacht - ein Zeichen dafür, dass die alten Sozialstrukturen nicht mehr intakt sind. „Wir haben die Frauen besucht und sie davon überzeugt, dass sie mit ein wenig Hilfe von außen ein selbstbestimmtes Leben führen können", berichtet der Projektleiter in Cheptulu, eines Marktfleckens im Hamisi-Distrikt im westlichen Kenia. „So entstand die Gruppe Rehema."

Die Frauen lernten viel über Anbaumethoden, Gesundheitsvorsorge und vor allem über den Aufbau von Spar- und Kleinkreditzirkeln. „Ein paar Schillinge kann jede von uns monatlich sparen. Wenn genug auf dem Konto ist, entscheiden wir in der Gruppe darüber, ob wir gemeinsam Pflanzen oder Jungtiere kaufen oder ob wir einer Frau einen Kredit geben", erzählt die Gruppensprecherin. „Wir haben viel gelernt, aber vor allem wissen wir jetzt, dass wir gemeinsam viel stärker sind als vorher jede einzelne für sich allein!"

Frauengruppe Rehema
Frauen der Gruppe "Rehema" bewirtschaften gemeinsam ihre Felder.

Perspektiven durch Kleinkredite

Sabet Khavere ist Vorsitzende der Frauengruppe in Mbasu. „Mit 10 Gramm Kohlsamen und ein paar Tomatenpflanzen habe ich angefangen, und heute ernte ich so viel, dass ich Tomaten und Kohl auf dem Markt verkaufen kann. Damit kann ich dann den Kredit zurückzahlen, den mir meine Gruppe geliehen hat. Mein Traum ist es, später vielleicht eine eigene Kuh zu besitzen. Das wäre wunderbar!"

Frau Khavere ist zu Recht stolz auf ihren Erfolg und auf ihre neue Unabhängigkeit. „Jetzt macht das Leben wieder Freude", lacht sie, „aber als mein Mann mich vor einigen Jahren wegen einer Jüngeren verlassen hat, da wäre ich am liebsten gestorben. Meine Kinder konnten sich nicht kümmern. Sie leben weit entfernt und haben eigene Sorgen!"

Sieben Frauen gehören zur Gruppe Mbasu. Jede kann über ein ähnliches Schicksal wie Sabet Khavere berichten. „Überlebt haben wir dank der Barmherzigkeit einiger Dorfbewohner, aber heute sind wir geachtet, weil wir etwas leisten und der Gemeinschaft etwas zurückgeben können!"

Marktfrau
Erfolgreiche Bäuerin und Marktfrau: Sabet Khavere, die Vorsitzende der Frauengruppe in Mbasu.

Quäkerhilfe im ländlichen Kenia

Um Frauen bei ihrer Existenzsicherungzu unterstützen, fördern die Quäker besonders den Aufbau kleiner Spar- und Kreditgruppen. Die Alkoholabhängigkeit von Männern ist ein ernstes Problem in der Region. Deshalb richtet sich das Kreditprogramm vor allem an Frauen. Weil sie sehr verantwortungsvoll mit ihrem Geld umgehen. „Wir wollen ja, dass die Kredite zurückgezahlt werden", erklärt Aggrey Mugasia, der Projektleiter. „Deshalb schulen wir in erste Linie Frauen, sie sind zuverlässiger und verantwortungsbewusster als die Männer."

So ist das Kleinkredit-Programm ein entscheidender Baustein im Gesamtprojekt. Psychosoziale Beratung stärkt das Selbstbewusstsein der Fauen, handwerkliches und kaufmännisches Training bereitet sie auf die eigenständige Zukunft vor. Kleinkredite öffnen die Tür zu einem selbstbestimmten Leben in Würde.

Das Quäker-Programm zur ländlichen Beratung in Kenia hat sich seit seinem Beginn deutlich ausgeweitet. Neben der Beratung in effizienteren und umweltverträglichen Anbaumethoden werden Quellen gefasst, um sauberes Trinkwasser zu erhalten. Es gibt eine allgemeine Gesundheitsberatung und Hilfe für aidskranke Menschen, indem man ihnen u.a. Zugang zu Medikamenten verschafft.

Besonders erfolgreich ist das Kleinkreditprogramm, das schon vielen Familien im westlichen Kenia den Weg in ein selbstbestimmtes Leben eröffnet hat.

Hier finden Sie mehr Informationen zu dem ländlichen Entwicklungsprojekt der kenianischen Quäker: →Kenia konkret