Quaeker-Hilfe-Stiftung
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Quäkerspeisung
Quäkerspeisung im Nachkriegsdeutschland

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Neem Setzlinge
Quäkerhilfe heute: Kleinkredite für Frauen in Bangladesch

 

 Quäkerspeisung

Im Jahresbericht 1947 des AFSC wurde mitgeteilt, AFSC habe in der US-Zone zusammen mit anderen Hilfsorganisationen täglich eine zusätzliche Mahlzeit an zweihunderttausend Kinder in den größeren Städten ausgegeben, ferner Extrarationen für fünftausend deutsche Jugendliche in Sommerlagern im Lande Großhessen. Über deutsche Stellen kamen große Mengen an Kleidung, Schuhen und Lebensmitteln zur Verteilung - an Kinderheime, Altersheime, Flüchtlinge und Heimkehrer aus der Gefangenschaft. Von Freiburg/ Breisgau aus war das »American Friends Service Committee« in der französischen Besatzungszone tätig. Es versorgte 1947 10.500 Kinder, 7.000 Erwachsene und 3.000 werdende und stillende Mütter im Raum Freiburg, in Emmendingen, Ludwigshafen und Koblenz; weiter wurden Kleidung, Schuhe und Decken ausgegeben.

In der britischen Zone arbeitete das AFSC mit den britischen Quäkerorganisationen zusammen. Im Jahresbericht 1947 hieß es, es seien Soja, Weizen, Mais, Milch und Zucker an 30.000 Kinder in Nordrhein-Westfalen verteilt worden; jeweils 7.000 Kinder in Dortmund und in Aachen hatten Extrarationen empfangen. Die Hilfstätigkeit der amerikanischen und britischen »Freunde« schloß weitere Hilfe für deutsche Ostflüchtlinge, Vorsorgemaßnahmen gegen Tuberkulose sowie die Errichtung von Jugendlagern ein.

Das »American Friends Service Committee« in Philadelphia übernahm die »Logistik« der Hilfsarbeit, konzipierte Projekte in Deutschland, sorgte für die Aufbringung der notwendigen finanziellen Mittel und der Hilfsgüter in den USA und übernahm die Verschiffung. Die Organisation der Hilfe in Deutschland lag dann in deutschen Händen, in Zusammenarbeit mit den Vertretern des AFSC »vor Ort«. Diese personelle Präsenz war zahlenmäßig eher bescheiden, aber sehr effektiv. Ende 1947 hatte das AFSC nach seinen eigenen Angaben in Deutschland 53 Helfer, davon 20 in der britischen, 24 in der französischen und 6 in der amerikanischen Zone sowie 3 in Berlin. Eine große Zahl deutscher Mitarbeiter, darunter auch deutsche Quäker, sorgte für die Ausgabe der Mahlzeiten und die Verteilung der verschiedenen Hilfsgüter.

In bescheidenem Maße konnte zunächst auch die sowjetische Besatzungszone in die Hilfsmaßnahmen des AFSC einbezogen werden. 1946 gelangten Lebensmittel und Kleidung aus amerikanischen Spenden in die Ostzone. Das Zentralkomitee der »Volkssolidarität«, der Wohlfahrtsorganisation der SBZ, dankte dem AFSC Anfang September für die Lieferung von 7.535 Wolldecken. Mit der schnellen Verschärfung des Ost-West-Konflikts auf deutschem Boden wurde weiterer Hilfe dann die Grundlage entzogen.

Rezept aus der Zeit der Quäkerspeisung
Hier können Sie ein Rezept aus der Zeit nach dem Weltkrieg herunterladen und prüfen, ob die Quäker-Brötchen immer noch so gut wie damals schmecken. Rezept herunterladen

Sollten Sie noch weitere Rezepte von der Quäkerspeisung haben, würden wir uns freuen, von Ihnen zu hören.

Kontakt:
Quäker-Hilfe Stiftung
Geschäftsstelle
Am Wellenkotten 8
33617 Bielefeld
Tel.: 0521-9 15 10 51
Fax: 0521-9 15 10 53
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