Quaeker-Hilfe-Stiftung
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Quäkerspeisung damals in Deutschland

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blumen

Quäkerstern aus Blumen vor dem Quäkerhaus in Bad Pyrmont

 

Hilfe mit Tradition

Das Engagement der Quäker in Deutschland hat Tradition. Dreimal im letzten Jahrhundert hat man in Deutschland die Quäker als »stille Helfer« kennengelernt. In den Notjahren nach dem Ersten Weltkrieg war die von amerikanischen und britischen Quäkern organisierte »Quäkerspeisung« für Millionen deutscher Kinder eine rettende humanitäre Großtat. In den Jahren des Terrors und der Menschenvernichtung von 1933 bis 1945 halfen deutsche, britische und amerikanische Quäker zahllosen Bedrängten, Bedrohten und Verfolgten - in Deutschland selbst, in den besetzten Ländern Europas und da, wo die Opfer der Diktatur und des Rassenwahns Zuflucht gefunden hatten.

Und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörten wiederum Quäker aus Großbritannien und den USA zu den ersten, die in das weithin zerstörte, hungernde und frierende, -einer ungewissen Zukunft entgegensehende Deutschland kamen, um die alltägliche Not der Besiegten zu lindern, aber auch um geistige und moralische Hilfe zu leisten, derer die Deutschen von 1945 nicht weniger bedurften als der Hilfslieferungen von Lebensmitteln, Kleidung und Medikamenten.

Bis heute verbinden viele Deutschen die Schulspeisung (Rosinenbrötchen, Kakao, Haferbrei) mit dem Wort „Quäker". Viele lernten die Quäker in der Nachkriegszeit als Helfer für Flüchtlinge, Vertriebene oder Heimkehrer kennen. Andere profitierten als Jugendliche oder Studierende von den Quäker-Nachbarschaftsheimen und Studierzentren oder vom Schulverbindungsdienst.

Nicht nur die materielle Hilfe der Quäker, sondern auch ihre geistige Unterstützung, ihr „offenes Ohr", ihre Bereitschaft, sich zu engagieren, ohne nach Freund oder Feind zu fragen, machte Menschen im Nachkriegsdeutschland Mut und gab ihnen neue Hoffnung.

All dies entsprang nicht einer besonderen Vorliebe der Quäker für Deutschland. Es war nur die Konsequenz ihrer vorbehaltlosen Bereitschaft, an allen Brennpunkten der Not jedermann zu helfen, unabhängig von Nationalität und Rasse, von religiösem Bekenntnis und politischer Einstellung. Ihr humanitäres Engagement kommt denn auch seit langem Menschen in vielen europäischen Ländern, in den USA und, je länger desto mehr, auch in Asien und Afrika zugute.

Die Hilfsarbeit der Quäker wurde 1995 mit einer Wanderausstellung unter dem Titel 'Stille Helfer. Quäker im Nachkriegsdeutschland' gewürdigt, deren erste Station das Deutsche Historische Museum in Berlin war. Ein Großteil der Texte dieser Website stammt aus der Broschüre 'Stille Helfer. 350 Jahre Quäker' von Achim von Borries, Herausgegeben vom Deutschen Historischen Museum Berlin. Die Broschüre kann bei der Quäker-Hilfe Stiftung bestellt werden.

Außerdem können Sie hier eine einseitige 'Chronik der Quäker-Hilfsarbeit' ansehen bzw. herunterladen.

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