Hilfe mit Tradition
Das Engagement der Quäker in Deutschland hat Tradition. Dreimal im letzten Jahrhundert hat man in Deutschland die Quäker als »stille Helfer« kennengelernt. In den Notjahren nach dem Ersten Weltkrieg war die von amerikanischen und britischen Quäkern organisierte »Quäkerspeisung« für Millionen deutscher Kinder eine rettende humanitäre Großtat. In den Jahren des Terrors und der Menschenvernichtung von 1933 bis 1945 halfen deutsche, britische und amerikanische Quäker zahllosen Bedrängten, Bedrohten und Verfolgten... mehr
Die Anfänge
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben die Quäker ihre Hilfe für zivile Kriegsopfer immer weiter ausgedehnt. Sie erhielt zum erstenmal eine organisatorische Basis durch die Gründung des »Friends War Victims Relief Committee« in London im Oktober 1870, einige Monate nach Beginn des Deutsch-Französischen Krieges. ... mehr
Quäkerspeisung
Im Jahresbericht 1947 des AFSC wurde mitgeteilt, AFSC habe in der US-Zone zusammen mit anderen Hilfsorganisationen täglich eine zusätzliche Mahlzeit an zweihunderttausend Kinder in den größeren Städten ausgegeben, ferner Extrarationen für fünftausend deutsche Jugendliche in Sommerlagern im Lande Großhessen. Über deutsche Stellen kamen große Mengen an Kleidung, Schuhen und Lebensmitteln zur Verteilung - an Kinderheime, Altersheime, Flüchtlinge und Heimkehrer aus der Gefangenschaft. ... mehr
Ausstellung "Stille Helfer"
Die Hilfsarbeit der Quäker wurde 1995 mit einer Wanderausstellung unter dem Titel 'Stille Helfer. Quäker im Nachkriegsdeutschland' gewürdigt, deren erste Station das Deutsche Historische Museum in Berlin war. Hier können Sie eine historische Bildergalerie zur durchstöbern: Link zur Bildergalerie
Hier lesen Sie Zitate von Besuchern der Ausstellung: Link zu den Zitaten
Gedenktafel in Freiburg erinnert an die Quäkerhilfe
In einer Feierstunde am 16. Februar 2012 wurde in der Urachstaße in Freiburg eine Gedenktafel "Gegen das Vergessen" enthüllt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war hier in Holzbaracken ein Verteilungszentrum für Hilfsgüter aus dem Ausland eingerichtet worden, unter anderem auch unter Beteiligung der amerikanischen Quäker. ... mehr
Wer sind die Quäker?
Die »Religiöse Gesellschaft der Freunde« (so der offizielle Name der Quäker) steht nicht nur außerhalb der christlichen Großkirchen, sie unterscheidet sich in Wesentlichem von ihnen wie von allen anderen Kirchen. Sie ist eine reine Laiengemeinschaft, ohne Priester oder andere geistliche »Würdenträger«, ohne hierarchisch-zentralistische Struktur. Sie kann weder mit Millionen von Mitgliedern noch mit ehrwürdigen Kathedralen und ebensowenig mit imposanten theologischen Lehrgebäuden prunken. Ihr Gottesdienst ist gemeinschaftliche »silent worship« (schweigende Andacht), zu der man sich in schlichten Andachtsräumen versammelt, ohne Predigt, ohne religiöse Rituale, ohne Orgel. ... mehr





