Geldauflagen für mehr Frieden und Gerechtigkeit
Informationen für Strafrichter, Staatsanwälte und Strafverteidiger
Liebe Besucher,
Ihre Zuweisung von Geldauflagen ist wichtig für die Arbeit der Quäker-Hilfe Stiftung. Dadurch fördern Sie das Engagement der Quäker weltweit für den Frieden und ein gewaltfreies Miteinander.
Die Quäker-Hilfe Stiftung erfüllt zuverlässig alle Voraussetzungen für die Zuweisung von Geldauflagen:
- Gemeinnützigkeit
- Fristgerechte Rückmeldung über eingehende und ausstehende Zahlungen
- Verwendung eines separaten Kontos für eine transparente Verwaltung der Geldauflagen.
Hier finden Sie unser Aktenzeichen in Ihrem OLG-Bezirk: Link
Gerne schicken wir Ihnen Adressaufkleber, Überweisungsträger, unseren Jahresbericht und weitere Informationen über unsere Projekte zu: Link zum Bestellformular
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Für weitere
Fragen steht Ihnen Frau Diel gerne zu Verfügung.
Tel.: 05 21 / 915 10 51
Unsere Projektarbeit - vier Beispiele
Geldauflagen helfen Menschen in schwierigen Lebenssituationen eine neue Perspektive zu eröffnen, so zum Beispiel auch in Südafrika, Palästina, Bosnien-Herzegowina und bei der Reintegration ehemaliger Kindersoldaten in Afrika.
Zukunftschancen für ehemalige Kindersoldaten
(Kosten pro Jahr: ca. € 140.000)
Weltweit werden in Kriegs- und Krisenregionen Kinder von Erwachsenen als Soldaten missbraucht. Es wird geschätzt, dass es derzeit 300.000 Kindersoldaten gibt, davon allein 120.000 in Afrika. Die Kinder (Mädchen und Jungen) lernen zu plündern, zu töten, sie werden durch Minenfelder getrieben und zur Spionage eingesetzt, sie werden missbraucht. Ist der Krieg vorbei, treffen die ehemaligen Kindersoldaten auf eine Zivilgesellschaft, in der sie sich nicht zurechtfinden. Statt sozialem Verhalten kennen sie nur militärischen Drill. Sie haben massive Probleme mit Gewalt und können sich in menschliche Beziehungen nur sehr schwer einfinden. Wie soll der Weg in ein normales Leben gelingen? In vielen Ländern fehlen die Ressourcen, die Kinder nach ihrer Entlassung aus dem Kriegsdienst zu betreuen, sie zu ihren Familien zurückzuführen und ihnen bei der Traumabewältigung zu helfen. Die Quäker unterstützen deshalb in mehreren Ländern Organisationen, die ehemaligen Kindersoldaten die Chance auf eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglichen.
Die Quäker und ihre Partnerorganisationen vor Ort versuchen Hilfe zu bieten durch:
- Psychologische und medizinische Betreuung
- Schulbildung
- Ausbildungsangebote
- Zusammenarbeit mit den Familien und Dorfgemeinschaften, die den Kindern und jungen Menschen bei einer Reintegration helfen müssen
- Arbeit auf politischer Ebene. Zusammen mit anderen nationalen und internationalen Organisationen setzen sich die Quäker dafür ein, dass kein Kind mehr Soldat werden muss.
- Lesen Sie hier Auszüge aus einem Brief eines ehemaligen Kindersoldaten aus Sierra Leone: Brief von Kabba Williams
Zeichnung eines ehemaligen Kindersoldaten aus Burundi
Das Quäker-Friedenszentrum in
Kapstadt, Südafrika
(Kosten pro
Jahr: ca. € 115.000)
„Vorurteile brennen im Geheimen - bis sie überkochen": So beschreibt eine Mitarbeiterin des Friedenszentrums die Lebenswirklichkeit für tausende schwarze und farbige Erwachsene und Kinder in den „Townships" rund um Kapstadt, Südafrika. Hier sind die Nachwirkungen der Apartheid-Politik noch sehr stark zu spüren.
In der extrem hohen Arbeitslosigkeit (geschätzt: 44%) sehen viele den Grund für Kriminalität, Gangs, Drogenkonsum und Gewalt, die das Leben in den Townships prägen. In Delft Township kommt noch dazu, dass hier sowohl Farbige als auch Schwarze, voll von gegenseitigem Misstrauen, um die wenigen Arbeitsplätze und Unterkünfte kämpfen.
Das Quäker-Friedenszentrum bemüht sich seit 1988, in diesem schwierigen Umfeld eine Kultur der Toleranz und Kooperation aufzubauen .... mehr

Jungen in
Delft Township, Kapstadt, nehmen an einem
Programm des Quäker-Friedenszentrums teil.
Hilfe für Jugendliche in Palästina
(Kosten pro
Jahr: ca. € 300.000)
Der andauernde Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern trifft besonders die jungen Menschen in Palästina. Hier wächst eine Generation junger Menschen in einem Umfeld von Gewalt und Unterdrückung auf. Fast jedes zweite Kind oder jeder zweite Jugendliche hat persönlich oder über Familienangehörige Gewalt erlebt. Diese Erlebnisse und die schwierige wirtschaftliche und politische Situation führen dazu, dass viele jungen Menschen keine Perspektiven für sich sehen. Sie werden anfällig für Gewalt und Drogen; sie reagieren gleichgültig, sind oft apathisch und desinteressiert an jeglicher Form verantwortungsvollen Miteinanders.
Diesen Jugendlichen Mut zu machen und sie zu motivieren, ihr Leben wieder in die Hand zunehmen, das hat sich das Quäker-Jugendprogramm in Palästina zur Aufgabe gemacht. .. mehr
Junge Palästinenser
bauen einen Unterstand für eine
Bushaltestelle
in Gemeinschaftsarbeit.
Orte der Versöhnung in
Bosnien-Herzegowina
(Kosten:
pro Jahr ca. € 200.000)
Auch vierzehn Jahre nach dem entsetzlichen Bürgerkrieg trägt Bosnien-Herzegowina noch viele Spuren der Zerstörung. Die Spuren finden sich an den Häusern, in den Gesichtern der Menschen und vor allem in ihren Herzen. Die Spannungen, die zwischen den verschiedenen Gruppen noch heute herrschen, zeigen sich beispielsweise in den komplizierten politischen Strukturen, die die offizielle Politik bestimmen und die Zusammenarbeit und das Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen erschweren.
Die Hilfe der Quäker in diesem Land konzentriert sich daher weiterhin auf Versöhnung. Im Jahr 2000 gründeten sie den ersten „Gemeinschaftsgarten" und luden bedürftige Menschen verschiedener ethnischer Herkunft ein, in den Garten zu kommen. Jeder erhielt ein Stück Land zugeteilt, das ausreichte, um die jeweilige Familie zu ernähren. Zu Beginn waren die Menschen zögerlich. Doch in kurzer Zeit gedieh nicht nur das Gemüse, sondern es wuchs auch die Verständigung und teilweise entstanden Freundschaften. Inzwischen gibt es 13 Gemeinschaftsgärten im Land, in denen die Menschen zueinander finden. ... mehr

Glückliche
Gärtnerin und Gärtner im Stup-Friedensgarten,
Bosnien-Herzegowina
Die Religiöse Gesellschaft der Freunde (so der offizielle Name der Quäker) engagiert sich seit über drei Jahrhunderten gegen den Krieg und für Friedens- und Versöhnungsarbeit. Sie helfen Opfern von Krieg und Gewalt und versuchen, ehemalige Feinde zu versöhnen. Ihr Anliegen ist es, dem Entstehen von Krieg und Gewalt vorzubeugen, indem sie versuchen, Hass und Vorurteile abzubauen und gerechte und demokratische Strukturen zu fördern.




