Zukunftschancen: praxisnahe Berufsausbildung für Frauen und Mädchen in Simbabwe
Thembelihe und ihre Familie leben in der Nähe von Bulawayo, der zweitgrößten Stadt Simbabwes. Als ihre beiden Eltern kurz nacheinander starben, waren Thembelihe (18) und ihre jüngeren Geschwister plötzlich auf sich allein gestellt. Thembelihe wusste nicht, wie sie den Lebensunterhalt für sich und ihre Familie bestreiten sollte. Auch der Schulbesuch der Kinder war plötzlich in Frage gestellt, da die Familie das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnte. In dieser ausweglosen Situation gaben die Quäker Thembelihe die Chance, an dem Landwirtschaftskurs im Ausbildungszentrum Hlekweni teilzunehmen. Dann überließ Thembelihes Onkel ihr ein kleines Stück Land. Mit ihren neu erworbenen Fertigkeiten fing sie an, Gemüse zum Verkauf auf dem Markt anzubauen. Mit großem Erfolg: bald hatte sie genug gespart, um einen zusätzliche Kurs in Pilzzucht zu absolvieren. Mit dem Verkauf von Gemüse und Pilzen auf dem Markt ist Thembelihe jetzt in der Lage, sich und ihre Familie gut zu ernähren und ihren Geschwistern den regelmäßigen Schulbesuch zu ermöglichen.

Abschlussfeier in Hlekweni
Gerade jetzt, wo sich viele Menschen in Simbabwe eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage erhoffen, ist es wichtiger denn je, Mädchen und Frauen Zukunftsperspektiven zu geben. Bildung ist dabei nachweislich die die beste Hilfsmaßnahme gegen Diskriminierung, Ausbeutung und AIDS. In vielen Familien wird jedoch eine Ausbildung für Mädchen immer noch als nicht notwendig betrachtet, oder sie können die Ausbildungsgebühren einfach nicht bezahlen. Dabei sind Mädchen aus bedürftigen Familien besonders gefährdet, ohne eine Berufsausbildung in Prostitution oder extreme Armut zu geraten.
Das Hlekweni-Ausbildungszentrum liegt in der Nähe der zweitgrößten Stadt Simbabwes Bulawayo. Hier erlernen Jugendliche und Erwachsene praktische Fähigkeiten, die ihnen eine Chance geben, durch selbständige Arbeit ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Bis zu 150 Menschen schließen jährlich ihre Ausbildung in Hlekweni erfolgreich ab und arbeiten anschließend im Bereich Landwirtschaft, im Bereich der Pädagogik und Erziehung oder der Schneiderei, sowie im Bereich des Baugewerbes, des Zimmermannshandwerks und der Klempnerei.
Die Ausbildung beruht auf zwei Säulen. Zunächst besuchen die Jugendlichen Kurse, die ein theoretisches und praktisches Wissen in einem bestimmten Bereich vermitteln. Je nach Kurs folgt nach drei, vier oder sechs Monaten ein Praktikum bei anerkannten Betrieben vor Ort.
Hlekweni ist einer der wenigen noch existierenden Ausbilder vor Ort und hat aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und der Qualität der Kurse einen sehr guten Ruf in der Region. Die Nachfrage nach Kursen steigt stetig, jedoch sind nur die wenigsten jungen Menschen zurzeit in der Lage, die bereits sehr niedrigen Gebühren für die Ausbildung aufzubringen. Daher möchten wir Förderer finden, die jungen Frauen in Simbabwe bei ihrem Ausbildungswunsch unter die Arme greifen und helfen, die durchschnittlichen Gebühren von 1.500 Euro pro Kurs und Person zu bezahlen.
Helfen Sie mit, Mädchen und Frauen in Simbabwe die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben! Spenden-Link


